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Wieso es verrückt wäre, NLP ohne Hypnose zu nutzen

Hypnose Coaching Ausbildung

Du kannst NLP (Neurolinguistisches Programmieren), aber setzt es nicht in der Hypnose ein? Wir finden, dass das verrückt ist! 😉

Denn wenn du die NLP-Techniken kannst, verfügst du über ein spezifisches Grundverständnis für Sprache. Wenn du diese Fähigkeit nicht in der Hypnose einsetzt – die ja hauptsächlich auf Sprache basiert – verpasst du damit die Chance, die volle Bandbreite deiner erlernten sprachlichen Werkzeuge zu nutzen. 

Stell dir vor, du nutzt NLP in deiner Coaching-Praxis, um durch gezielte Sprachmuster positive Veränderungen bei deinen Klient:innen zu bewirken. Mit einer zusätzlichen Hypnose-Ausbildung hast du die Chance, deine Effektivität als Coach zu maximieren und die Veränderung nachhaltig im Unterbewusstsein zu verankern.

Nehmen wir zum Beispiel die Sprachmuster der Metamodell-Fragen und des Milton-Modells, die du im NLP kennen lernst:

Metamodell-Fragen helfen dir, die vagen oder unvollständigen Aussagen deiner Klient:innen zu präzisieren und tiefergehende Informationen zu erhalten. Diese Technik ist auch in der Hypnose unglaublich wertvoll, um Klarheit über die unterbewussten Überzeugungen deiner Klient:innen zu erlangen.

Auf der anderen Seite ermöglicht dir das Milton-Modell, durch vage und metaphorische Sprache den Zugang zum Unterbewusstsein deiner Klient:innen zu finden, was ein Kernaspekt der Hypnose ist. Aber dazu später mehr.

Psst: Das Milton-Modell wurde ja auch von Milton H. Erickson, einem der einflussreichsten Hypnotherapeuten, inspiriert.

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Indem du NLP-Techniken in der Hypnose anwendest, nutzt du also nicht nur deine Fähigkeiten voll aus, sondern bietest auch eine tiefere und umfassendere Unterstützung. 

Aus diesem Grund wäre es verrückt, diese beiden Symbionten zu trennen. 😉

Der gemeinsame Nenner von NLP und Hypnose: die Sprache

Frank Harris sagte einst: „Jede neue Sprache ist wie ein offenes Fenster, das einen neuen Ausblick auf die Welt eröffnet und die Lebensauffassung weitet.“

Das Grundwerkzeug in der Hypnose ist das Verwenden von Lauten, Wörtern, Sätzen und Phrasen. Durch Suggestionen, Geschichten, Märchen oder Parabeln wird ein Zustand erreicht, in dem tiefgreifende Veränderungen im Unterbewusstsein möglich sind.

Dabei sehen wir das Erlernen von hypnotischer Sprache fast wie einen eigenen Dialekt – sie verwendet zwar dieselben Wörter, unterscheidet sich von unserer Alltagssprache aber durch ihre besonders lebhafte und blumige Ausdrucksweise.

Zwei hypnotische Sprachmuster, die hier besonders verwendet werden, habe ich bereits erwähnt: das Meta-Modell und das Milton-Modell. 

Das Meta-Modell in der Hypnose

Das Metamodell kommt aus dem NLP und wurde ursprünglich entwickelt, um ungenaue Sprache zu hinterfragen und zu klären. In der Hypnose kann es eingesetzt werden, um die zugrunde liegenden Gedanken und Überzeugungen einer Person zu erkennen und zu verstehen.

Dies ermöglicht es, Einschränkungen in der Wahrnehmung des Klienten zu identifizieren und zu hinterfragen, was wiederum den Weg für neue Perspektiven und Lösungsansätze ebnet. 

Darauf basierend kannst du durch dieses Werkzeug gezieltere und wirksamere Suggestionen formulieren, die genau auf die Bedürfnisse und Ziele des/der Klient:in abgestimmt sind.

Wenn dein Coachee beispielsweise sagt: „Ich fühle mich im Büro immer unsicher“, könntest du mit Hilfe des Metamodells fragen: „Was genau lässt dich unsicher fühlen?“ oder „Wann fühlst du dich am unsichersten?“ So identifizierst du die spezifischen Auslöser und Situationen.

Ein weiteres Beispiel könnte die Aussage einer Klientin sein: „Ich kann einfach nicht vor Gruppen sprechen.“

Hier kannst du das Metamodell anwenden, um zu hinterfragen: „Was genau hindert dich daran, vor Gruppen zu sprechen?“ oder „Gab es einen Moment, in dem du erfolgreich vor einer Gruppe gesprochen hast?“

Mit diesen Fragen erkundest du die Landkarte deines Gegenübers, spezifizierst die allgemeine Aussage und erkundest die tatsächlichen Überzeugungen und Erfahrungen der Klientin.

Das Milton-Modell für Hypnose


Das Milton-Modell ist sozusagen die Umkehr vom Meta-Modell. Es nutzt bewusst vage und metaphorische Sprache, um den Zugang zum Unterbewusstsein zu erleichtern und die Akzeptanz von Suggestionen zu fördern.

Im Gegensatz zum Metamodell, das auf Klarheit und Präzision abzielt, ermöglicht das Milton-Modell eine offene Interpretation, wodurch der/die Klient:in eigene Bedeutungen und Lösungen finden kann.

Ein Beispiel für die Anwendung des Milton-Modells in der Hypnose ist die Verwendung von Metaphern. Du könntest beispielsweise eine Geschichte erzählen, die auf den ersten Blick nichts mit dem Problem deines Coachees zu tun hat, aber auf einer tieferen Ebene relevante Lösungsansätze bietet.

Ich denke da beispielsweise an einen Klienten mit Selbstwertproblemen, dem du die Geschichte eines kleinen Baumes erzählst, der trotz zahlreicher Hindernisse zu einem starken Baum heranwächst.

Diese metaphorische Erzählung ermöglicht es dem Klienten (vielleicht auch nur unterbewusst), Parallelen zu seiner eigenen Situation zu ziehen und innere Ressourcen zu aktivieren.

Ein weiteres Beispiel ist die Verwendung von vagen Sprachmustern, die einer Klientin Spielraum für eigene Interpretationen lassen. Sätze wie „Vielleicht beginnst du zu bemerken, wie du dich entspannter fühlst“ oder „Es ist möglich, dass du Wege findest, deine Herausforderungen zu überwinden“, sind typische Anwendungen des Milton-Modells.

Indem du so formulierst, eröffnest du einen Raum für individuelle Erfahrungen und förderst die Selbstheilungskräfte der Klientin. Die Distanz zur Situation bewirkt, dass sich die Klientin öffnet und so kann sie auf einer tieferen, persönlichen Ebene eigene Lösungen finden.

Wenn du wissen willst, wie Hypnose in der Praxis eingesetzt wird, empfehle ich dir diesen Blogbeitrag: Level up your Coaching – Interview mit einem Hypnose-Coach.

Was NLP und Hypnose noch gemeinsam haben

Wenn du bereits NLP kannst, dann wirst du jedoch mehr als die Sprache in der Hypnose wiederfinden:

  • Verständnis für Trance-Zustände: NLP beinhaltet Techniken, die leichte Trance-Zustände induzieren können, ähnlich denen in der Hypnose. Dein Verständnis für diese Zustände und wie man sie herbeiführt, wird dir in der Hypnose zugutekommen.
  • Arbeit mit Glaubenssystemen: Sowohl NLP als auch Hypnose fokussieren sich auf die Identifikation und Transformation limitierender Glaubenssätze. Deine Erfahrung im Aufdecken und Umstrukturieren dieser Überzeugungen im NLP erleichtert dir die tiefergehende Arbeit in der Hypnose.
  • Modellierung von Erfolg: NLP lehrt die Modellierung erfolgreicher Strategien. Diese Fähigkeit, erfolgreiche Muster zu erkennen und zu replizieren, ist auch in der Hypnose nützlich, um wirksame Veränderungsstrategien zu entwickeln.
  • Sensorische Wahrnehmung: NLP schärft deine Wahrnehmung für die sensorischen Erfahrungen deiner Klient:innen (VAKOG). Diese Sensibilität ist in der Hypnose wichtig, um die Reaktionen der Klient:innen auf Suggestionen zu beobachten und anzupassen.
  • Flexibilität in der Anwendung: Sowohl Hypnose als auch NLP zeichnen sich durch ihre Flexibilität aus. Sie können an die individuellen Bedürfnisse und Ziele der Klient:innen angepasst werden und finden in einer Vielzahl von Kontexten Anwendung.

Wie Hypnose deine Selbstständigkeit bereichert

Du siehst also, die Kombination von NLP und Hypnose im Coaching verstärkt die Wirksamkeit beider Ansätze, indem sie es dir ermöglicht, das Bewusstsein und das Unterbewusstsein deiner Klienten gleichzeitig anzusprechen.

So kannst du direkt an den Wurzeln bestimmter Verhaltensweisen oder Glaubenssätze arbeiten und schnellere, nachhaltigere Ergebnisse erzielen.

Und es ist eine Möglichkeit, wie du dich von anderen Coaches abhebst und deine Nische am Markt sicherstellen.

Durch die Anwendung von NLP-Techniken in der Hypnose kannst du beispielsweise Blockaden im Verstand deiner Klient:innen sanft umgehen und die Offenheit deiner Klient:innen für positive Veränderungen erhöhen.

Mit der Symbiose dieser beiden Methoden kannst du deinen Klient:innen helfen, ihre Selbstwirksamkeit zu steigern, indem sie lernen, ihre inneren Ressourcen, ihre Kreativität und Intuition besser zu nutzen.

Dies führt zu einer erhöhten Motivation und einem stärkeren Glauben an die eigenen Fähigkeiten, was bei der Zielerreichung den entscheidenden Unterschied macht. Hypnose ist zudem ein hervorragendes Mittel zur Förderung von Entspannung und Stressabbau, was besonders wertvoll ist, um Klienten in anspruchsvollen Zeiten zu unterstützen.

Du siehst also: Es wäre verrückt, NLP und Hypnose nicht zu kombinieren! 😉

Wenn das für dich spannend klingt, wirf gerne einen Blick in unsere neue NLP-Coach-Ausbildung. Sie besteht aus 4 Modulen und betont die Verbindung von NLP und Hypnose.

Lass dich unverbindlich auf die Warteliste setzen, um über den Ausbildungsstart informiert zu werden.

Alles Liebe,

Mario

myNLP Team

Die Redaktion von myNLP besteht ausschließlich aus NLP LehrtrainerInnen, ausgebildet von Dr. John Grinder (ITANLP), die wertvolle Inhalte auf dem Blog von myNLP veröffentlichen. Zu den Redakteuren zählen auch die beiden Gründer von myNLP, Mario Grabner und Patrik Shnawa.
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