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NLP – Logische Ebenen erklärt

Die logsichen Ebenen im NLP

NLP ist ein Kommunikations- und Veränderungsmodell, das in den 1970er Jahren von Richard Bandler und John Grinder entwickelt wurde. NLP basiert auf der Idee, dass alles menschliche Verhalten durch Kommunikationsmuster erklärt werden kann. Es wurde eingesetzt, um Menschen dabei zu helfen, ihre Ziele zu erreichen, Hindernisse zu überwinden und mehr Erfolg in ihrem Leben zu erzielen. Eines der im NLP dafür verwendeten Modelle sind die logischen Ebenen nach Robert Dilts.

Das Modell der logischen Ebenen adressiert die Bereiche der Veränderung. Es gibt die Ebenen an, an denen Veränderung stattfinden bzw. beginnen kann, und die Ebenen, auf die sich die Änderungsarbeit konzentrieren sollte.

Die Ebenen des Denkens, die sich gegenseitig beeinflussen, werden als logische Ebenen bezeichnet. Diese Ebenen umfassen:

  1. Umwelt
  2. Verhalten
  3. Fähigkeiten
  4. Werte
  5. Identität
  6. Sinn

Das Modell der Logischen Ebenen ist jedoch kein fixer Bestandteil des NLP und wird daher auch nicht in jeder NLP Practitioner Ausbildung behandelt.

Die Logischen Ebenen nach Dilts

Das Modell der Logischen Ebenen wurde von Robert Dilts entwickelt. Es ist in sechs Bereiche geteilt, die aufeinander aufbauen bzw. einer Hierarchie folgen. Je weiter unten in der Reihenfolge, desto schwer ist der Bereich auch zu verändern.

Logische Ebenen im NLP Infografik
Logische Ebenen im NLP

Während zum Beispiel das Umfeld leicht zu verändern ist, wird es sehr lange dauern, die eigene Identität oder den Sinn anzupassen.

Umwelt

Die erste der Logischen Ebenen im NLP ist die Umwelt. Diese Ebene wird von unseren Sinnen erfahren. Sie prägt den Menschen auch gleich zu Beginn seines Lebens, selbst wenn der Mensch selbst noch nicht viel Handlungsspielraum hat. Diese Ebenen beeinflusst uns rund um die Uhr unser ganzes Leben, dafür ist sie aber auch am leichtesten zu verändern. Ein Aufenthalt in einem anderen Land führt zum Beispiel zu einer kompletten Veränderung der Umwelt.

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Man kann also sagen, dass äußere Einflüsse und die nähere Umgebung, in der sie auftreten, in dieser Ebene enthalten sind. Jedes Ereignis, das in unserem Leben passiert, hat einen bestimmten Rahmen. Dieser zeitliche und räumliche Kontext des Rahmens beeinflusst nicht nur das Ereignis selbst, sondern auch unsere Reaktion darauf. Die Veränderung des Rahmens verändert demnach nicht nur die Ereignisse, wie auch die Reaktion darauf.

Verhalten

Aufgrund der Umwelt und der Menschen im näheren Umfeld entwickelt der Mensch ein Verhalten. Dieses wird sich immer an dem Verhalten der Umwelt orientieren. Es kann aber im späteren Verlauf des Lebens auch bewusst anders gewählt werden.

Unser Gesamtverhalten wird auf dieser Ebene kategorisiert, einschließlich allem, was wir tun und wie wir es tun. Diese Ebene umfasst alle unsere körperlichen Handlungen. Dazu zählt unsere Wahl der Stimmlage, wie wir uns körperlich bewegen und ausdrücken. Auch unsere Wortwahl und Art der Kommunikation zählt dazu.

Fähigkeiten

Durch unser Verhalten und unsere Umwelt entwickeln wir Fähigkeiten. Diese Ebene stellt bereits einen längeren Prozess dar. Daher kann sie nicht mehr so schnell verändert werden, wie zum Beispiel die Umwelt.

Auf dieser Ebene werden alle internen Antworten verarbeitet. Interne Reaktionen ermöglichen uns bestimmte Fähigkeiten oder Strategien für unser Verhalten und werden in uns selbst als innerer Dialog, VAKOG und Submodalitäten repräsentiert. Diese können nicht von außen an einer Person festgestellt werden; wir müssten die Person selbst fragen.

Werte

Die Gesamtheit der oben genannten Ebenen führt zur Entwicklung bestimmter Werte und Überzeugungen.

Diese sind die Gründe und Grundlagen für unser Denken und Handeln (sowohl bewusst als auch unbewusst). Sie gewöhnen sich an oder prägen sich in unser Gehirn ein und können auch durch Gewöhnung oder Prägung verändert werden. Diese Werte und Überzeugungen bestimmen die Richtung unseres Denkens und sind auch unser Antrieb.

Identität

Unser Identität bzw. unser Selbstbild ist, wer wir als ganze Person zu sein glauben: unsere Fähigkeiten, unsere Überzeugungen und wie wir uns verhalten. Diese Ebene beschreibt, wer wir zu sein glauben und was unsere Ziele sind.

Auf dieser Ebenen dauert Veränderung schon länger, da sich die eigene Identität nicht ständig wandeln kann. Das würde einen enormen Unsicherheitsfaktor bedeuten. Es ist sogar oft so, dass trotz gegenteiliger Erfahrungen Menschen an ihrer Identität festhalten. Diese Ebene lässt sich also auch von außen nicht mehr so leicht beeinflussen.

Sinn

Sinn bedeutet, Gedanken, Überzeugungen und Ziele über etwas zu haben, das größer ist als nur man selbst: Partnerschaft, Familie, Nation, Welt, Universum, sogar das Universum. Vision ist die Vorstellung davon, wer eine Person sein wird und was sie in Zukunft tun wird.

Der Sinn ist die höchste und auch die stärkste Stufe der logischen Ebenen. Diese Ebene gibt uns Sicherheit, Lebenssinn und Verbindung.

Veränderung mit den Logischen Ebenen

Wenn wir die persönliche Entwicklung betrachten, die als Folge von Veränderungen in der Umgebung oder in der eigenen Vision oder dem Zugehörigkeitsgefühl auftreten kann, können wir sehen, dass dies in beide Richtungen erfolgen kann. Die äußere Umgebung kann die Entwicklung einer Person beeinflussen, ebenso wie die innere Vision und das Zugehörigkeitsgefühl.

Die logischen Ebenen im NLP lassen sich in zwei Kategorien unterteilen:

  1. Ebenen im Bereich der Logik (also der Ratio)
  2. Ebenen im Bereich der Emotion (also Unterbewusstsein und Gefühl)

Eine persönliche Veränderung oder das Erreichen von bestimmten Zielen erfordert eine Anpassung auf jeder der logischen Ebenen, damit sich auch unser emotionaler Zustand dahingehend verändert.

Es ist wichtig, sich Ziele zu setzen, die dem eigenen Entwicklungsstand angemessen sind. Zu verstehen, welche Umgebungen, Verhaltensweisen und Überzeugungen notwendig sind um die eigenen Ziele zu erreichen oder Visionen zu verwirklichen kann den Prozess stark vereinfachen.

Die Ebenen in Bewegung bringen

Die Logischen Ebenen können und werden sich in der Regel gegenseitig beeinflussen. Einige Veränderungen wirken sich offensichtlicher auf die nächste Ebene aus: Umfeld, Verhalten und Fähigkeiten. Für die höheren Ebenen (Werte, Identität, Sinn) ist eine tiefere Reflexion und ein längerer Zeitraum erforderlich.

Die Ebenen der Logik (des rationalen Denkens) lassen sich schnell anpassen, haben aber meistens nur einen Effekt solange diese Anpassung auch gegenwärtig und direkt wirksam ist. Sobald die Ebenen der Emotion hingegen von der Veränderung beeinflusst werden, ist die Veränderung nachhaltiger und findet mehr auf einer unterbewussten Ebene statt.

Auf jeder der neurologischen Ebenen kannst du überlegen, welche Veränderung du gerne sehen würdest, mit welchen Bereichen du zufrieden bist und wo deiner Meinung nach noch Raum für Verbesserungen besteht. Der Umzug in eine neue Stadt oder ein Auslandssemester könnte beispielsweise eine gute Lösung für dich sein, wenn dein Umfeld dich daran hindert, dich weiterzuentwickeln. Wenn du glauben, dass du daran arbeiten musst, bestimmte Fähigkeiten zu erwerben, könntest du überlegen, was du tun musst, um diese zu beherrschen.

Das Ändern eines Aspekts eines Levels der logischen Ebenen wirkt sich auf alle anderen Level aus. Du musst nicht alles auf einmal ändern. Beginne mit einer Ebene und das Rad dreht sich automatisch in eine andere Richtung.

Wenn du mehr über die Logischen Ebenen, NLP oder Veränderung erfahren möchtest, dann schau dir gerne unseren kostenlosen NLP Starterkurs an!

Alles Liebe und viel Erfolg bei der Veränderung!

Niels Cimpa

Niels Cimpa ist selbstständiger Lerncoach und SEO-Berater. Er absolvierte zusätzlich mehrere Ausbildungen bei myNLP. Unter anderem den NLP Practitioner, NLP Master und den LSB. In seiner Tätigkeit als Lerncoach zeigt er Schülern, Studenten und Berufstätigen, wie sie ihre Merkfähigkeit verbessern und wieder Spaß am Lernen entwickeln können.
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