Die 25 besten NLP Techniken & Methoden für Erfolg

von | 7. Mrz 2019

Es gibt viele Gründe, um sich mit NLP-Techniken zu beschäftigen. Der Wunsch nach Veränderung, schier endlose Motivation oder besserer Kontakt mit seinen Mitmenschen sind nur einige wenige Beispiele. Einer der wichtigsten Faktoren, um sich mit dem Thema NLP auseinanderzusetzen, ist das Schlagwort Erfolg. Darum haben wir euch die 25 wichtigsten Techniken zusammengefasst, mit denen du dich befassen kannst, wenn auch dir Erfolg wichtig ist.

1.    Wahrnehmungskanäle VAKOG (Eine Basistechnik)

Das alltägliche Erleben von uns Menschen ist geprägt von unseren fünf Sinnen. So scheint es auch nur wenig verwunderlich, dass wir in eben jenen Sinnen, mit denen wir wahrnehmen, auch denken und sprechen. Ein gutes Beispiel dafür, wie unser Leben aussehen würde, wenn wir nicht auf all unsere Sinne zurückgreifen dürften, zeigt uns das Spiel Activity. Stell dir einmal vor, du müsstest jemanden erklären wie sich eine heiße Tasse Tee von einer kalten unterscheidet, ohne jedoch von einem Gefühl auf deiner Haut zu sprechen. Doch auf was genau zielt nun das VAGOK-Modell ab?

Ziel dieser Technik ist es, wie so oft im NLP, die Kommunikation zu verbessern. Da wir jedoch alle mit unseren eigenen „Wörter-Wörterbüchern“ sprechen und immer wieder auf dieselbe reduzierte Gruppe von Wörtern zurückgreifen, kann es ab und zu schwer sein, die passenden Worte für eine Antwort zu finden. VAKOG erlaubt es uns hier einzugreifen und im selben Sinneskanal wie unser Gegenüber zu sprechen. Wenn man sich an die Sinnesebene seines Gegenübers anpasst, so erleichtert dies unseren GesprächspartnerInnen nicht nur das Verstehen unserer Aussage, nein, es hilft uns zudem den Inhalt der Nachricht, die wir erhalten, besser und leichter zu verstehen. Zudem sollte immer wieder auf sprunghafte Veränderung der Sinneskanäle in Erzählungen geachtete werden.

VAKOG steht dabei konkret für die Anfangsbuchstaben unserer 5 Sinne, Sehen (Visuell), Hören (Auditiv), Fühlen (Kinästhetisch), Riechen (Olfaktorisch), Schmecken (Gustatorisch). Schaffst du es also, dein Gegenüber in allen Sinnen zu erreichen, so kannst du Missverständnisse vermeiden und sie oder ihn einen Teil deiner Gedankenwelt erleben lassen.

Mehr Infos findest du in unserem Glossar:

  • VAKOG: https://www.mynlp.at/lexikon/vakog/
  • Signalwörter: https://www.mynlp.at/lexikon/signalworter/

2.     Kalibrieren

Das Kalibrieren stellt eine der grundlegendsten Techniken im NLP dar. Die Methode selbst zielt darauf ab, sich auf sein Gegenüber einzustellen, sich nonverbal anzupassen, seine Reaktion mit zu verfolgen, sich also anhand seiner GesprächspartnerInnen zu kalibrieren. Es geht um den Versuch, anhand von äußeren Zeichen, auf die im Inneren ablaufenden Prozesse rückzuschließen. Natürlich gilt hierbei immer, dass der effektivste Weg, um sein Gegenüber zu verstehen darin liegt Fragen zu stellen. Jedoch gibt es immer wieder Situationen, in denen ein Abweichen von der bisherigen Körperhaltung, der sonstigen Atmung oder der Sitzposition einer Person sehr viel über die derzeitige Situation aussagen kann.

Am einfachsten funktioniert das ständige bzw. sich wiederholende Kalibrieren, wenn man sich selbst eine kleine Liste im Kopf zurechtlegt. Auf dieser Liste stehen die fünf wichtigsten Eigenschaften, auf die man selbst am meisten Wert legt. Dadurch ist es leichter, sich immer wieder daran zu erinnern, welche fünf Punkte auf dieser Liste stehen und man hat selbst mehr Verständnis für etwaige Abweichungen innerhalb dieser fünf Eigenschaften. Alles was man jetzt noch zu tun hat, ist sich immer wieder auf seine GesprächspartnerInnen anhand dieser Liste zu kalibrieren. Dies kann auch öfters innerhalb desselben Gesprächs stattfinden. Man sollte nur nicht vergessen, dass noch immer das aktive Zuhören mehr gilt als das Kalibrieren. Sollte es in einem Gespräch nicht möglich sein, da der Inhalt zu viel Konzentration fordert, dann behalte den Fokus auch am Inhalt.

3.    Rapport (Methode für mehr Sympathie)

Unter Rapport versteht man eine Methode, um eine gemeinsame Basis des Vertrauens und der Sympathie aufzubauen. Diese entsteht besonders schnell, wenn zwei Menschen aufeinandertreffen, die eine ähnliche Art zu kommunizieren haben. Darunter kann verstanden werden, dass zwei Menschen auf dieselbe Art und Weise sprechen, dieselben Signalwörter verwenden oder einfach nur beide gerne mit einer starken Gestik sprechen. Man kann darunter aber auch verstehen, dass zwei Personen auf derselben emotionalen Ebene miteinander kommunizieren, wobei hier oftmals keine Worte notwendig sind. Die zwei  wichtigsten Faktoren um Rapport zu erkennen und aufzubauen sind „Pacing and Leading“. Oftmals werden diese beiden Faktoren auch unter dem Begriff „mirroring“ bzw. „spiegeln“ subsumiert, jedoch sollte einfaches Spiegeln nicht mit zwei so tiefgehenden Begriffen verwechselt werden.

Mehr Infos im Glossar unter: www.mynlp.at/lexikon/rapport/

4.     Pacing and Leading

„Pacing“ stammt von dem englischen Begriff „to pace“ ab. Wörtlich übersetzt versteht man unter der Technik ein Gehen im Gleichschritt. Im NLP wird „Pacing“ als Prozess der Spiegelung des Gegenübers genutzt. „Leading“ wiederum bezieht sich auf die Fähigkeit, eine Kommunikation, ein Gespräch oder einen Gedankengang zu leiten. Setzt man beide in Kombination, so erhält man ein klares Bild um was es sich hierbei handelt. Es ist die Fähigkeit, sich an andere anzupassen, sein Gegenüber zu verstehen, mit ihm Rapport aufzubauen und anschließend (sofern notwendig) auch mal das Ruder in die Hand nehmen.

Beim Prozess des Pacings dreht sich alles darum, sich an sein Gegenüber anzupassen, um Rapport aufzubauen. Wie bereits erwähnt, fällt für viele der Begriff des „Spiegelns“ unter diesen Schritt des Pacings. Jedoch sollte hier kurz erwähnt werden, dass es weniger darum geht, sein Gegenüber eins zu eins nachzuahmen, als vielmehr darum, eine Veränderung von nonverbalen Signalen mitzumachen. Sollte der Gesprächspartner oder die Gesprächspartnerin die Sitzhaltung ändern, so sollte man auch selbst seine Körperhaltung ändern, auch wenn man keinesfalls die exakt gleiche Sitzhaltung einnehmen muss. Die Faustregel lautet jedoch, dass man sich niemals unangenehm verstellen sollte.

Fühlt man sich während eines Gesprächs gut im Rapport mit seinem Gegenüber und möchte nun testen, ob dies auch stimmt, so empfiehlt es sich einen kurzen „Leading-Check“ durchzuführen. Dies funktioniert am besten, wenn man selbst gerade am Wort ist und während einer kurzen Gedankenpause eine nonverbale Änderung vornimmt. (Beinstellung, Körperhaltung, Arme…) Kann man nun bei seinem Gegenüber eine nonverbale Änderung als Reaktion wahrnehmen, so kann man sich sicher sein, dass ein hoher Rapport zwischen euch beiden herrscht.

5.     Leading einer Gruppe

Wer auf großen Erfolg Wert legt, der sollte sich auch mit dem Gedanken beschäftigen, wie es möglich ist, mit einer größeren Gruppe von Menschen Rapport aufzubauen. Was sich auf den ersten Blick schwierig und kompliziert anhört, ist zusammengefasst eine Erweiterung der Methode von Pacing and Leading.

Während man sich bei einer einzelnen GesprächspartnerIn darauf konzentriert, speziellen Rapport in Form von angepassten Mustern herzustellen, ist dies bei der Gruppe durch allgemeinere Formen möglich. Hierfür muss man sich einfach nur den Gedanken zurechtlegen, dass man bereits die Aufmerksamkeit der Gruppe besitzt. Nun gilt es durch verschiedene Kombinationen von Sprache, Körpersprache und Signalwörtern bzw. Sinneskanäle, alle Mitglieder der Gruppe anzusprechen. Wer sich nun fragt, wie man denn all dies erraten soll, ohne mit jeder einzelnen Person aus der Gruppe gesprochen zu haben, der kann an dieser Stelle wieder beruhigt sein.

Es geht weniger darum alle Informationen zu kennen, als vielmehr alles durchzuprobieren. So gibt es zum Beispiel anhand des VAKOG-Modells fünf Möglichkeiten, Sinneskanäle in die Sprache zu integrieren. Unabhängig davon, welchen Sinneskanal ich wann verwende, wird es somit möglich sein, jede einzelne TeilnehmerIn mindestens auf einem Sinneskanal anzusprechen. Selbiges gilt natürlich für andere Sprachmuster oder die Körpersprache. Nach einiger Zeit wirst du feststellen, dass die Gruppe auf deine sprachliche und körperliche Veränderung reagiert. Nun führst du die ganze Gruppe.

6.    Augenzugangsbewegung jedoch nicht 1970er Stil

Man hört viel zu oft, dass es eine fixierte Struktur gibt, in denen die Blickrichtung einen Hinweis darauf gibt, was eine Person sich gerade denkt. Diese Methode konnte jedoch schon des Öfteren widerlegt werden. Wir Menschen funktionieren in vielerlei Hinsicht im Allgemeinen gleich, in der Art und Weise wie wir unsere Augen bewegen jedoch nicht. Doch was bedeutet dies nun? Kann man aus den Augenbewegungen denn überhaupt etwas wahrnehmen? Gibt es denn ein fixiertes Muster, an das ich mich halten kann?

Im Großen und Ganzen kann gesagt werden, dass die Blickrichtung bzw. die Bewegung der Augen wenig darüber aussagt, was genau eine Person im Moment denkt. Was man jedoch daraus erfahren kann, ist welche Blickrichtung welche Art des Denkens assoziiert. Das Stichwort hierbei lautet erneut Kalibrieren. Wir Menschen haben es zur Gewohnheit, dass wir unser Verhalten während einer Situation relativ konstant halten.

Das bedeutet, dass sich die Augenzugangshinweise während eines Gesprächs nur dann ändern, wenn sich die gesamte Gesprächssituation ändert. Wenn man sich also einmal auf sein Gegenüber eingestellt (kalibriert) hat und weiß, welche Blickrichtung welche Art des Denkens (Kreatives Erzeugen, Erinnern an Gesehenes, Erinnern an ein Gefühl…) unterstützt, dann kann man davon ausgehen, dass dies für die restliche Situation beibehalten wird. Wer meint, er könne Lügen, im Allgemeinen, anhand eines fertigen Musters erkennen, die Person muss ich hier an dieser Stelle leider enttäuschen.

7.    ISK-Modell

Ein weiterer Faktor, der immer wieder mit dem Thema Erfolg in Verbindung gebracht wird, ist die Kommunikation. Im Speziellen die Art und Weise wie Personen ihre Wünsche und Aufgaben formulieren. Hierbei kann das ISK-Modell ein starkes Fundamten für etwaige Reden oder spontane Reaktionen bilden. ISK, wie der Namen schon erraten lässt, steht für eine Anreihung von drei aufeinanderfolgenden Gedanken. Das „I“ steht für „Ist“ oder „Ist-Situation“, „S“ wiederum für „Soll“ bzw. „Soll-Zustand“ und „K“ für „Konsequenz“. Alle drei in eine Reihenfolge gebracht, ergeben einen roten Faden, dem es leicht zu folgen gilt. So sind viele Reden in diesem einfachen Format aufgebaut. Zu Beginn erläutert man den aktuellen Ist-Zustand. Dann wird der wünschenswerte Soll-Zustand erläutert. Die Stufe der Konsequenz dient als Abschluss einer solchen Rede, in welcher gezeigt wird, wie man vom Ist- zum Soll-Zustand gelangt.

Ein weiteres Beispiel für den Einsatz des ISK-Modells wären Antworten auf Fragen in Prüfungen oder so manchen Talk-Shows. Der Befragte beginnt damit, die Frage zu wiederholen (Ist-Zustand), anschließend geht er in Gedanken, oder auch für alle hörbar, die möglichen passenden Antworten durch (Soll-Zustand), nur um dann eine Schlussfolgerung zu ziehen, wieso es nur eine richtige Antwort geben kann (Konsequenz).

Es ist also leicht ersichtlich, dass es für dieses Redemodell verschiedenste Einsatzmöglichkeiten gibt. Es sollte immer darauf geachtet werden, dass es sich nicht in die Länge zieht, wenn es sich um eine Antwort handelt. Nutzt man das ISK-Modell als Basis für eine Rede, kann man die einzelnen Punkte mit weiteren kleineren Methoden und Techniken füllen.

8.    AIDA-Modell

Ein weiteres Redemodell, eines das uns tagtäglich begleitet, ist das AIDA-Modell. Wenn du diese Technik mit Werbung assoziierst, dann liegst du auch vollkommen richtig. Das AIDA-Modell gilt als eine der Basismethoden der heutigen Werbung. In diesem Redemodell stehen die Buchstaben erneut für ein Akronym. Hier sind es die Wörter „Attention“, „Interest“, „Desire“ und „(call to) Action“. Konkret stellt jeder der Buchstaben wieder einen eigenen Gedanken bzw. einen eigenen Abschnitt in einer Rede dar.

Ein typisches Beispiel für das AIDA-Modell sind Werbungen aus unserem Alltag. Im ersten Schritt werden wir durch einen einfachen, dabei aber doch auffälligen Slogan, auf ein Produkt aufmerksam gemacht (Attention). Im zweiten Schritt wird uns erklärt, welche Eigenschaften dieses eine Produkt besitzt (Interest), um uns im dritten Schritt zu zeigen, welche unserer Probleme wir dadurch lösen können (Desire). Abschließend werden wir noch darauf aufmerksam gemacht, wie wir das Produkt erlangen können oder warum wir es genau jetzt in diesem Moment kaufen sollten (call to Action). Das AIDA-Modell eignet sich hervorragend, um eine große Gruppe von Zuhörern, auch für ein komplizierteres Thema zu begeistern.

9.    5-Satz

Der 5-Satz ist eine rhetorische Technik in Form einer Argumentationskette. Der 5-Satz selbst setzt sich grundsätzlich aus Einleitung, drei Argumenten und einem Abschluss zusammen. Es gibt viele verschiedene Ausarbeitungen des 5-Satzes, die für verschiedene Zwecke dienlich sind. Als Grundlage kann die Gliederung nach der Stärke der einzelnen Argumente genommen werden. Hierbei werden nach der Einleitung drei Argumente vorgebracht, die ein Thema unterstreichen oder hinterfragen sollen. Zu beachten ist hierbei, dass man mit dem zweitstärksten Argument beginnt. Anschließend wird das drittstärkste Argument zwischen die beiden anderen Argumente eingebettet, um abschließend das dritte und auch stärkste Argument hervorzubringen.

Es müssen aber nicht nur drei Pro-Argumente verwendet werden. Der 5-Satz eignet sich hervorragend, um mit anderen Redemodellen kombiniert zu werden. Speziell das ISK-Modell bietet hier viele Anknüpfungspunkte. So kann nach der Einleitung eine Erläuterung des derzeitigen Problems folgen. Anschließend werden zwei mögliche Situationen in der Zukunft geschildert, zum Beispiel in Form eines Best- and Wortscase Szenarios. Nachdem die beiden möglichen „Soll-Zustände“ aufgezeigt wurden, rundet man alles mit einer passenden Konsequenz ab, welche aufzeigt wie das Worstcase Szenario verhindert und das Bestcase Szenario erreicht wird.

10. Reframing

Bei Reframing handelt es sich um ein sprachliches Werkzeug zur Umdeutung von Kontexten, Bedeutungen und Inhalten. Was auf den ersten Blick kompliziert klingt, basiert auf einer sehr anwendungsorientierten Technik. Ziel des Reframings ist es, bereits ausgesprochene Rahmen, Kontexte oder Inhalte so umzudeuten, dass es dem Gegenüber ermöglicht wird, neue Sichtweisen einzunehmen. Dies wird speziell in der Verhandlung und dem Coaching benötigt. Einerseits kann das Reframing dazu dienen, das bereits festgesetzte Verhandlungsgrenzen erneut geöffnet werden und andererseits können KlientInnen neue Möglichkeiten, in einer scheinbar festgefahrenen Situation, aufgezeigt werden.

11. Metaphern und Analogien

Wann immer es darum geht, Emotionen, Glaubenssätze oder Werte gut verpackt, anschaulich und in kurzer Zeit zu vermitteln, dann sind Methapern die empfohlene Methode hierzu. Eine Metapher ist nichts anderes als eine Veranschaulichung eines Problems oder einer Situation, nur mit anderen Worten. Hierbei kann zwischen einfachen Metaphern wie „in den sauren Apfel beißen“ oder „Schnee von gestern“ und tiefgehenden Metaphern und Vergleichen unterschieden werden. Ein Beispiel für eine komplexere Metapher wäre ein Auto, welches einen Kreisverkehr nicht verlassen möchte, aus Angst die falsche Straße zu nehmen (Hier wird auf eine ausweglose Situation Bezug genommen).

Analogien andererseits stellen einen direkten Bezug zwischen einer Situation und dessen Vergleichswert her. So können Analogien dazu benutzt werden, um Probleme oder Glaubenssätze in ein neues Licht zu rücken. Sinn einer Analogie ist es, eine oftmals schwer bewertbare Sache, in einen solchen Rahmen zu fügen. So können manche Leistungen nicht immer anhand der Ausgangssituation bewertet werden. Durch eine passende Analogie wird dies jedoch möglich. So könnte man beispielsweise das Lösen des Gordischen Knotens als Analogie für das Lösen einer scheinbar unlösbaren Aufgabe heranziehen.

12. Storytelling

Wer Methapern und Analogien beherrscht, dem wird auffallen, dass es eine Königsklasse unter den verbalen Tools des NLP gibt. Storytelling ist viel mehr als das einfache Erzählen einer Geschichte. Jedoch kann auch gesagt werden, dass Geschichten die wohl größte Wirkung in den meisten Situationen besitzen. Sei es eine Rede für eine Spendengala, eine Motivationsrede für Mitarbeiter eines Unternehmens oder aber die Trauungsrede für die beste Freundin, mit Geschichten wird es möglich, direkt mit dem Unterbewusstsein der HörerInnen zu sprechen. Doch welche Möglichkeiten gibt es nun, Storytelling zu erlernen und anzuwenden?

Um gutes Storytelling zu erlernen, braucht man einerseits passende Methoden, zum Beispiel das Disney-Modell. Auf der anderen Seite gilt es hierbei, Zeit in das Üben zu investieren. Geschichten sind da um gehört zu werden und ein großer Punkt, der die Eigenschaft des Geschichtenerzählers oder der Geschichtenerzählerin fördert, ist die Reaktion der ZuhörerInnen. Die Erfahrung darüber, wie gewisse Stellen zu passenden Zeitpunkten ankommen, ist genauso relevant, wie zu erfahren ob die ZuhörerInnen auch den Kern der Geschichte so verstanden haben, wie es vom Erzähler oder der Erzählerin gedacht wäre. Man sieht sehr schnell, dass Storytelling nicht an einem Tag erlernt wird. Was man hier jedoch nicht aus den Augen verlieren sollte, ist der Preis, der am Ende dieser Reise auf einen wartet. Mit gutem Storytelling erreicht man, speziell in der heutigen Zeit, höhere Ziele als jemals zuvor.

13. Framing

Es sind Sätze wie: „Man muss ein passendes Rahmenprogramm schaffen.“, oder „Das ganze scheint nicht in einem angemessenen Rahmen stattzufinden.“, die uns immer wieder darauf aufmerksam machen, dass es so etwas wie einen Rahmen gibt, der Veranstaltungen, Situationen oder einfache Momente umgibt. Dieser Rahmen oder „Frame“ wird im NLP immer wieder dazu verwendet, um die Gegebenheiten einer Situation anzupassen. So geschieht dies oftmals im Leben von ganz alleine. Wir nehmen dies meist als ein Gefühl wahr, dass uns vermittelt, was in einer Situation angebracht scheint und was nicht. Eben jener Rahmen kann auch an individuelle Bedürfnisse angepasst werden.

Ein richtig aufbereiteter Frame sorgt für mehr als nur eine passende Atmosphäre. Man kann den Einsatz von Framing in vielen Seminaren als bewusste Technik beobachten. So kann man erkennen, dass oftmals am Anfang eines Seminares oder einer Schulung viel Wert darauf gelegt wird, den TeilnehmerInnen ein Ziel zu geben, eine Motivation aufzuzeigen oder sie vielleicht ein wenig träumen zu lassen, wo es denn hingehen kann. All diese Einstiege sorgen für einen passenden Frame, welcher sich mit den richtigen Methoden sogar über mehrere Tage und Wochen strecken kann und somit die Gruppe über das gesamte Seminar motivieren kann.

14. Ankern

Das Ankern ist eine Technik im NLP, die sich aus dem psychologischen Konzept der „klassischen Konditionierung“ ableitet. Dabei wird eine Reaktion eines Menschen (Gefühle, Verhalten) mit einem neuen, von NLP-AnwenderInnen bestimmten Reiz verbunden. So kann z.B. durch das Ankern guter Gefühle, eine Person dazu gebracht werden, durch eine Berührung an einer bestimmten Stelle zu lachen. Erstmals beschrieben wurde dieses Konzept vom Psychologen Ivan Palov am Anfang des 20. Jahrhunderts.

Das Ankern funktioniert so, dass kurz bevor der zu ankernde Zustand seinen Höhepunkt erreicht, der gewünschte Reiz, also der „Anker“, gesetzt wird. Zum Beispiel könntest du jemandem einen Witz erzählen und in dem Moment, in welchem du die Pointe erzählst, gleichzeitig sanft die Schulter deines Gegenübers drücken. Wenn man diesen Vorgang einige Male wiederholt, wird dein Gegenüber irgendwann mit Lachen auf den Druck auf die Schulter reagieren. Dann hast du erfolgreich das Lachen und die dazu gehörigen Gefühle geankert.

Eine Anleitung zum Ankern findest du im Glossar unter: www.mynlp.at/lexikon/ankern/

15. Analoges Markieren

Wie wir bereits gesehen haben, ist es möglich, Gefühle durch eine Art Konditionierung auf einen speziellen Punkt zu ankern. Durch analoges Markieren wird es ermöglicht, solche Anker mit Sprache, Mimik und Gestik zu verknüpfen. Viele von uns tun dies auf ganz natürliche Weise, wenn wir zum Beispiel einen Schritt nach vorne machen, um etwas zu betonen, oder unsere Hände absinken lassen, um zu zeigen, dass uns etwas traurig macht. Der Unterschied zwischen analogem Markieren und gewöhnlicher Körpersprache liegt in der gezielten Wiederholung.

Während die meisten nonverbalen Gesten auf natürliche Art und Weise, unserem Charakter entsprechend, entspringen, gilt es beim analogen Markieren, ein Ziel zu verfolgen. So wird es zum Beispiel möglich, dass ich ein und dieselbe Geste immer wieder dafür verwende, um einer Gruppe zu signalisieren, dass sie leise sein soll. Richtig angewendet, muss dies nicht ein einziges Mal erwähnt werden, das Unterbewusstsein der TeilnehmerInnen oder der Gruppe versteht dies von selbst.

16. Raumanker

Wer hohen Wert auf einen gelungenen Auftritt legt und gerne in Erinnerung bleibt, der sollte unbedingt mit Raumankern arbeiten. Raumanker selbst sind eine Kombination aus gesetzten Ankern und analogem Markieren. Während man analoges Markieren dazu verwendet, einzelne sich wiederholende Reize in einen Kontext zu gießen, werden Anker speziell angewandt, wenn es darum geht, eine bestimmte Situation oder Ansammlung von Gefühlen und Ressourcen wieder abrufbar zu machen. Die Technik des Raumankerns kombiniert diese beiden Eigenschaften und ermöglicht dadurch, dass gewisse Eigenschaften, Gefühle, Ressourcen etc. an einem bestimmten Punkt im Raum geankert werden. Daher auch der Name, es geht darum einen Anker in einem Raum oder auf der Bühne zu setzen.

Beobachtet man gute Professoren, Komödianten oder Redner und konzentriert sich auf die Frage, an welcher Stelle welche Art von Information weitergegeben wird, so kann man beobachten, dass jeder Teil der Bühne für eine andere Informationsart verwendet wird. Die Pointe eines Witzes wird immer wieder an denselben zwei Stellen erzählt, neue Schauspieler werden auf ein und derselben Stelle vorgestellt und zwei Arten von Wissen (prüfungsrelevant, nicht prüfungsrelevant) werden auf zwei unterschiedlichen Seiten der Tafel gelehrt. Das Muster hier ist klar erkennbar, es werden Erwartungen und Gefühle mit einem gewissen Punkt im Raum verbunden. Das Unterbewusstsein verbindet diese eine Stelle mit einer bestimmten Situation und wird umso aufmerksamer, je öfters die Vorahnung zutrifft.

17. Kettenanker

Eine weitere Methode, um das volle Potential von Ankern auszuschöpfen, liegt im Kettenankern. Wie der Name verrät, handelt es sich hierbei um eine Kombination mehrerer Anker zu einer Kette oder einer Art „Stapel“. Durch normales Ankern wird es möglich, einzelne Gefühle mit bestimmten künstlichen Reizen zu verbinden. Doch was ist, wenn man den Wunsch hegt, mehrere Gefühle auf eine Stelle zu legen oder man mehrere Gefühle nacheinander auslösen möchte? Die Methode des Kettenankerns bietet die Antwort.

Kettenanker bzw. genauer gesagt das Verketten mehrerer Anker miteinander bietet die Möglichkeit verschiedene Gefühle und Ressourcen miteinander zu kombinieren. So gibt es speziell in stressorientierten Berufen viele Einsatzmöglichkeiten für eine solche Methodik. Ein Beispiel hierfür wäre die Kombination von Motivation, dem Gefühl eines Erfolgserlebnisses und die Erinnerung an einen Moment voller ungeminderter Konzentration. Eine solche Ankerkombination kann den unterschied zwischen einer erfolgreichen oder unvergesslichen Präsentation ausmachen.

18. Meta-Modell

Eine der wohl wichtigsten Techniken im NLP ist das Meta-Modell. Um ein solches Konstrukt zu verstehen, muss man zuerst den Sinn des Modells selbst verstehen. Den Ausgangspunkt für dieses Modell stellt die menschliche Sprache dar. Etwas genauer formuliert, konzentriert sich das Meta-Modell auf den Unterschied zwischen der Oberflächen- und Tiefenstruktur unserer Sprache. Wann immer jemand über ein spezielles Thema spricht, so hat diese Person ein klares Bild im Kopf, über den Inhalt, das Ziel und die Motivation des Gesprochenen. Ein solch tiefgehendes Konstrukt aus Emotionen, Plänen und Berechnungen kann schwer in verbale Worte gefasst werden, ohne dabei seinen eigentlichen Sinn zu verlieren. Wir greifen daher auf einige Methoden zurück, um Teile unserer Gedanken zusammenzufassen, zu kürzen oder vollständig wegzulassen, je nach Situation.

Das Ergebnis daraus ist oft nur eine verkürzte Darstellung unseres inneren Erlebens. Die vollständige sprachliche Repräsentation dessen, was kommuniziert werden soll, bezeichnet man, wie bereits erwähnt, als Tiefenstruktur. Durch die Gestaltungsprozesse „Tilgung“, „Verzerrung“ und „Generalisierung“ erfolgt eine geeignete Verarbeitung, die dann in der kommunizierten Sprache, der bereits genannten Oberflächenstruktur, ihren Ausdruck finden. In der Regel sind sich zwei Kommunizierende nicht bewusst, dass ein solches Problem besteht. Erst wenn es zu Problemen kommt, bemerkt man, dass man „irgendwie aneinander vorbeigeredet“ hat.

Das Meta-Modell hier aufs Genaueste aufzuschlüsseln, würde den hier vorliegenden Rahmen sprengen. Wenn du mehr über das Meta-Modell wissen möchtest, dann klick hier auf den Link zu einem unserer Artikel: www.mynlp.at/lexikon/meta-modell/

19. Richtiges Fragen stellen

„Wer fragt, der führt!“, eines der wohl bekanntesten Zitate, wenn es um das Thema Kommunikation und Fragen geht. Doch was genau ist damit gemeint und ist es wichtig auch die richtigen Fragen zu stellen?

Das Stellen von Fragen als Antwort auf eine andere Frage ist im NLP eine alltägliche Reaktion. Mit Werkzeugen wie dem Meta- oder Milton-Modell erscheint es immer wieder als ein Leichtes, einzelne Inhalte aus dem Satz zu hinterfragen. Dies scheint in manchen Fällen auch eine passende Reaktion. Dadurch kann es jedoch oftmals schwierig werden, auch ein Ziel im Gespräch zu verfolgen. Der Unterschied zwischen dem einfachen Hinterfragen von einzelnen Satzbausteinen und dem sinnvollen Hinterfragen einer Gedankenstruktur seines Gegenübers liegt in der Art und Weise wie man seine Fragen anordnet. Beobachtet man ein natürliches Gespräch zwischen zwei Personen, die beide am Dialog interessiert sind und auch aktiv zuhören, so wird man feststellen, dass selbst die Fragen immer auf ein gewisses Ziel zusteuern. Anstatt das Gespräch nur aufrechtzuerhalten, werden mit Fragen die eigenen Interessen gestillt und das Gespräch in eine gewisse Richtung geführt.

Doch worin liegt nun der angesprochene Unterschied zwischen einfachem Fragenstellen und die richtigen Fragen stellen? Der große Unterschied liegt darin, dass man mit den richtigen Fragen versucht, ein Thema soweit als möglich zu vertiefen. Ziel ist es, die wahren Beweggründe zu ermitteln, aus denen das entstandene Gespräch entsprungen ist.

20. Verbal Package

Das Verbal Package wurde von John Grinders Partnerin, Carmen Bostic St. Clair, entwickelt. Sie war CEO einer großen Holdingcompany mit 27 Tochterfirmen und stieß sehr früh auf das Problem, dass Informationen oder Anweisungen an die GeschäftsführerInnen der einzelnen Subunternehmen teilweise missverständlich interpretiert wurden oder erst gar nicht angekommen sind. Sie entwickelte daraufhin mit dem Verbal Package einen Rahmen um das Meta-Modell, welches ihr Problem löste.

Die Struktur des Verbal Packages besteht aus drei Schritten. Im ersten Schritt (Intention Framen) bereitet man sein Gegenüber darauf vor, dass ab jetzt Fragen gestellt werden, die eventuell etwas ungewöhnlich wirken. Wer sich bereits am Meta-Modell oder dem „richtige Fragen stellen“ versucht hat, weiß, dass es ab und zu sinnvoll sein kann, seine GesprächspartnerInnen darauf vorzubereiten. Im zweiten Schritt (Meta-Fragen) spezifiziert man die Information, wie man es im Meta-Modell gelernt hat. Abschließend im dritten Schritt (Paraphrasieren) gibt man die gesammelte Information in eigenen Worten wieder und fragt sein Gegenüber, ob man alles richtig verstanden hätte. Dadurch werden etliche Missverständnisse in der Kommunikation verhindert.

Das Verbal Package ist eine der grundlegendsten Kommunikationsmethoden, um in größeren Unternehmen Information fehlerfrei zu überliefern. In anderen Worten: Ein weiteres Tool für Erfolg.

Das Verbal Package wird ebenfalls im Glossar genauer beschrieben: www.mynlp.at/lexikon/verbal-package/

21. Milton-Modell

Das Milton-Modell stellt das Gegenteil zum Meta-Modell dar. Während es im Meta-Modell darum geht, immer tiefer und konkreter in die Sprachstruktur vorzudringen, wird das Milton-Modell dazu genutzt, sich sprachlich immer weiter zu verallgemeinern. Die erste Darstellung dieses Sprachmodells wurde von den beiden „Gründungsvätern“ des NLP, Richard Bandler und John Grinder, in „Patterns of the Hypnotic Techniques of Milton H. Erickson, M.D., Vol. I“ beschrieben. Milton Hyland Erickson war ein amerikanischer Psychiater und Psychotherapeut. Ihnen fiel dabei auf, dass Milton H. Erickson während seiner Hypnosesitzungen mit den Patienten eine eigene Form der Sprache verwendete. Dieses Sprachmuster war ausschlaggebend für den Therapieerfolg.

Durch die Art und Weise, wie Sätze nach dem Milton-Modell aufgebaut werden, ist der Zuhörer dazu gezwungen, die fehlende Information selbst zu imaginieren. Die Sprache im Milton-Modell weist daher einen sehr oberflächlichen Charakter auf und muss unter Umständen auch keinen zusammenhängenden Sinn ergeben. Die fehlende Bedeutung der Worte, Sätze oder Metaphern werden dabei vom Unterbewusstsein der Zuhörer selbst bestimmt.

Durch diese Eigenschaften eignet sich das Milton-Modell ausgezeichnet, um Reden für ein großes Publikum zu verfassen. Es dient auch als großartige Hilfe in Verhandlungen oder längeren Gesprächen mit MitarbeiterInnen. Durch seine verallgemeinernde Fähigkeit wird es mit dem Milton-Modell möglich, schnell und effektiv eine große Vielfalt an Themen anzusprechen ohne dabei zu konkret zu werden.

Du möchtest mehr über das Milton-Modell erfahren: www.mynlp.at/lexikon/milton-modell/

22. Sleight of Mouth

Kampfrhetorik, Debattieren, Verhandeln, Therapie, Coaching… es gibt viele Bereiche, welche von den Sleight of Mouth Mustern profitieren. Sleight of Mouth selbst leitet sich vom Begriff Sleight of Hands, also Fingerfertigkeit ab. Es bedeutet so viel wie Zungen- oder Mundfertigkeit und symbolisiert damit die Fähigkeit mit angewandten Sprachmustern die Rhetorik und Kommunikation so zu verändern, dass es nur wenige mitbekommen.

Es gibt 14 unterschiedliche Sprachmuster, welche von Robert Dilts aus den Reden und Debatten großer Rhetoriker modelliert wurden. Dilts faszinierte die Fähigkeit auf jede Frage, eine passende Antwort zu finden und im besten Fall seinem Gegenüber einen anderen Blickwinkel auf das Thema anzubieten. Dilts setzte die Muster vor allem im Coachingbereich ein, bei dem Versuch, die Glaubenssätze seiner KlientInnen mit diesen Mustern aufzubrechen oder umzudeuten.

Eines der meistverwendeten Sleight of Mouth Muster ist die Technik der Intention. Dieses Muster ist auf zwei Arten anwendbar. Es kann zum einen die Intention der UrheberInnen einer Aussage hinterfragt werden. Dies ist schon mit der einfachen Frage: „Warum sagst du das, was ist deine Absicht?“, möglich. Die zweite Möglichkeit besteht darin, seine eigene Intention in dem Gespräch preiszugeben.

Man kann leicht erkennen, dass schon das erste der 14 Muster eine große Vielfalt an Möglichkeiten zur Anwendung mit sich bringt. Viele der Muster werden heute in politischen Reden angewandt und als negative Seite dem NLP zugeschrieben. Jedoch sollte an dieser Stelle erwähnt werden, dass es sich bei den Sleight of Mouth Mustern, um eine Sammlung der besten Kommunikationsmodelle handelt. Viele der Muster wurden bereits angewandt, als es NLP offiziell noch nicht einmal gab.

Ein paar Beispiele findest du in folgendem Artikel: www.mynlp.at/nlp-und-politik-teil-3-3-politische-debatte-argumentation/

23. Metaprogramme

Metaprogramme sind ein Teil unserer inneren Filter, die wir benutzen, um zu bestimmen, wie wir die Welt sehen. Sie legen fest, auf welche Art wir Informationen filtern, wie wir auf Erinnerungen zurückgreifen und auf welche Informationen wir unsere Aufmerksamkeit richten. Unsere Metaprogramme bestimmen, was uns interessiert, wohin unsere Aufmerksamkeit sich richtet und wie wir motiviert werden und bleiben.

Im weiteren Verlauf ist es mit den Metaprogrammen möglich, das Verhalten eines anderen Menschen mit erstaunlicher Treffsicherheit vorauszusagen. Unsere Kommunikation wird erfolgreicher, wenn wir unsere Sprache so benutzen, dass die Worte und Formulierungen an die Filter unseres Gegenübers angepasst sind. Das schafft auf der unbewussten Ebene bei beiden Gesprächsthemen das, was wir „Rapport“ nennen.

Mit Metaprogrammen kannst du also auf anderen Menschen eingehen und deine Sprache ihren „Bedürfnissen“ angleichen. Du weißt, wie du ihnen Informationen aufbereiten solltest und wie du deine Sprache adaptieren kannst, damit das was du sagst für sie intuitiv mehr Sinn macht und gut klingt. So kann man viele Missverständnisse beseitigen oder schon im Vorhinein verhindern.

Ein typisches Beispiel für ein Meta-Programm ist die Unterscheidung zwischen „proaktiven“ und „reaktiven“ Sprachmustern. Proaktive Sprachmuster sind handlungsorientiert und zeigen Initiative, während man bei reaktiven Mustern eher überlegt und strategische Handlungen erkennen kann. Erkennen kann man solche „Sprachprogramme“ anhand der Wortwahl. Proaktive Menschen verwenden kurze und schnell gesprochene Sätze mit einer klaren Satzstruktur. Reaktive Menschen hingegen setzten vermehrt auf lange und überlegte Sätze. Natürlich muss ein solches Werkzeug wie das der Meta-Programme mit ein wenig Einsicht angewendet werden. Man wird nur sehr selten eine einseitige Ausprägung finden. Es gilt wie immer davon auszugehen, dass sich die Einstellung einer Person von Situation zu Situation ändern kann. Ein Beispiel wäre das reaktive Vorgehen im Job, aber proaktives Handeln im Privatleben.

Details dazu im Glossar: www.mynlp.at/lexikon/meta-programme/

24. Neurologische Ebenen

Die Neurologischen Ebenen stammen auch von Robert Dilts und stellen per se keinen integralen Bestandteil des klassischen NLP dar. Dieses Modell eignet sich vorwiegend für das Verstehen und die Änderung von Glaubenssätzen. Auch wenn sich das Modell nur wenig für komplexere Zusammenhänge eignet, so liegt doch in der simplen Anwendbarkeit seine Stärke.

Die logischen Ebenen nach Robert Dilts teilen die Organisation der Persönlichkeit, in Form einer Pyramide, in mehrere Ebenen ein. Von unten (der Basis) bis zur Spitze werden insgesamt sechs verschiedenen Ebenen unterschieden: Umwelt, Verhalten, Fähigkeiten, Werte, Identität und Vision. Hier ein kurzes Beispiel, um die einzelnen Ebenen zu veranschaulichen. Ein jeder von uns wurde in ein gewisses Umfeld (1) geboren. Dieses Umfeld prägte uns bis zu einem gewissen Grad durch äußere Einflüsse. Aufgrund der unterschiedlichen äußeren Eindrücke entwickelte jeder ein bestimmtes Verhalten (2). Damit das Verhalten auch zu einem Ziel führt, musste man sich nun gewisse Fähigkeiten (3) aneignen. Diese Sammlung an Fähigkeiten, die man im Laufe seines Lebens erlernte, repräsentieren unsere alltägliche Motivation. Sie zeigt auf, aus welchen Gründen wir handeln und welche Werte (4) wir vertreten. Wenn wir uns nun selbst mit den eigenen Werten identifizieren, dann entsteht ein Selbstbild bzw. unsere Identität (5). Die letzte Ebene der Neurologischen Ebenen ist unsere Vision (6). Denn nur wenn wir mit unserer Identität auch ein langfristiges Ziel verfolgen, können wir auch zielgerichtet handeln.

In Bezug gesetzt, eröffnet diese Kategorisierung eine klare Sicht auf die Möglichkeiten, wie persönliche Weiterentwicklung und Veränderung passieren kann. Diese kann nämlich reziprok, also von außen (Umwelt) nach innen (bis zur Ebene der Vision) passieren, oder auch von innen nach außen. Durch das Wissen über den Verlauf der eigenen Entwicklung können nun zielgerichtete Schritte hin zum Erfolg gesetzt werden.

25. Ziele setzen (Future Pace)

Wenn man sich darüber Gedanken macht, was alle erfolgreichen Menschen auf dieser Erde gemeinsam haben, dann ist es die Fähigkeit, sich selbst Ziele zu setzen. Sie tun dies auf eine Art und Weise, die klassische Konzepte meist in den Schatten stellt. Elon Musk meinte einmal: „I want to die on Mars. Just not on impact.“ Dieses kurze Zitat spiegelt im großen Stil wieder, in welchem Rahmen Elon Musk seine eigenen Ziele sieht. Er glaubt nicht einfach daran, dass er eine Rakete erschaffen kann, die den Mars erreicht, er glaubt auch nicht nur daran, dass sie den Mars erreichen wird. Elon Musk weiß, dass der Mars noch in seiner Lebenszeit besiedelt werden könnte und er möchte einer dieser Marsbewohner sein.

Betrachten wir diese Art des „Tagträumens“ aus der Sicht des NLP, so nennt man diese Methode Future Pace. Sie funktioniert am besten in Kombination mit einem klassischen Modell zur Zielsetzung, wie zum Beispiel dem SMART-Modell oder die PURE-Methode. Nachdem man sich seine Ziele abgesteckt und in einen zeitlichen Rahmen gegossen hat, vollendet man alles mit einem Blick in die Zukunft (Future Pace). Dies soll aber nicht einfach Tagträumen wiederspiegeln. Ziel des Future Pace ist es, uns ganz in die zukünftige Situation (wenn das Ziel oder Zwischenziel erreicht ist) einzufühlen. Anschließend betrachtet man sich selbst in dieser Situation und fragt sein eigenes Ich, was für innere Ressourcen nötig sind, um dieses Ziel zu erreichen. Ist es mehr Selbstvertrauen? Mangelt es möglicherweise an Motivation? Oder aber ist nur ein wenig Geduld von Nöten? Egal welche Art von Ressource fehlt, durch den Future Pace kann dieser Mangel erkannt werden. Nun muss man nur noch seine Pläne hin zum Ziel mit einigen der bereits genannten Techniken (Ankern, Framing, Neurologische Ebenen…) erweitern und einem erfolgreichen Leben steht nichts mehr im Wege.

Wir wünschen dir viel Erfolg mit NLP,
dein myNLP Team

Mario Grabner, MSc, MA

Wirtschaftspsychologie & Management
Mario Grabner ist Wirtschaftspsychologe, Unternehmer und Gründer von myNLP. Als einziger NLP-Trainer in Österreich und Deutschland, wurde er von beiden NLP-Gründern, John Grinder und Richard Bandler, persönlich zum NLP-Trainer ausgebildet.

MyNLP ist eines von zwei Instituten weltweit, das mit dem NLP Gründer John Grinder persönlich zusammenarbeitet und gemeinsame Seminare veranstaltet. Das ist eine große Ehre und darauf sind wir sehr stolz.

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