VAKOG

von | Januar 24, 2018

Um unsere Umwelt wahrzunehmen, haben wir die folgenden fünf Sinne zur Verfügung. Aus den fünf Initialen der Sinneskanäle (Modalitäten) ergibt sich das sogenannte VAKOG-Modell. Dieses Modell lässt uns einen besseren Einblick darüber gewinnen, wie unsere Denkprozesse (die ja im Grunde nur einen innerlichen Nutzen unserer Repräsentationssysteme darstellen) abläuft.

  • Visuell (sehen)
  • Auditiv (hören)
  • Kinästhetisch (fühlen)
  • Olfaktorisch (riechen)
  • Gustatorisch (schmecken)

Denn wir nehmen unsere Umwelt nicht nur über unsere fünf Sinne auf, sondern speichern sie auch in diesen fünf Sinnen ab und geben unser inneres Erleben wieder durch diese fünf Sinne an unsere Umwelt weiter.

Verstehen wir erst mal, wie sich unsere Sinne auf unser Leben auswirken, können wir beginnen, unsere Denk- und Verhaltensmuster und die unserer Mitmenschen zu verstehen und zu verändern.

Somit erfüllt das VAKOG-Modell mehrerlei Nutzen:

  1. Wir nutzen es, um unsere Sinneskanäle beziehungsweise die unseres Gegenübers zu erreichen. Damit sprechen wir sozusagen in der Sprache des anderen, was dazu führt, dass wir besser verstanden werden und die Kommunikation weniger Fehler beinhaltet.

 

Wir gehen so individuell auf unseren Gesprächspartner ein. Merken wir anhand der Wörter, die unser Gegenüber benutzt, beispielsweise, dass wir es mit einem visuellen Typ zu tun haben, können wir uns besser verständigen, indem wir darauf achten, bildhafte Beschreibungen zu verwenden.

Wenden wir das VAKOG-Modell in der Kommunikation richtig an, führt es dazu, dass wir sympathischer und empathischer wirken und unser Gegenüber sich besser verstanden fühlt. Wir bauen also durch den Einsatz unserer Worte eine Verbindung (Rapport) auf.

Um dies effizient tun zu können, müssen wir ein gewisses Gehör für VAKOG-Begriffe bekommen. Diese kann man ganz leicht in Gesprächen raushören.

Der visuelle Typ benutzt dabei Wörter wie sehen, schauen, fokussieren, sich bildlich vorstellen, sich ausmalen etc.

Auditive Worte dagegen sind beispielsweise melodisch, etwas klingt gut, harmonisch, rhythmisch, ich bin ganz Ohr etc.

Eher kinästhetisch veranlagte Menschen nutzen Wörter wie drückend, sich anfühlen, wohlig (anfühlen), vibrierend etc.

Eine Liste von VAKOG-Wörtern findest du hier:

[Tabelle]

  1. Die zweite Verwendung liegt in der Beeinflussung unserer eigenen Denkprozesse, womit wir unerwünschte Verhaltensweisen loswerden und unsere Ziele besser erreichen können.

 

Denn unsere Erfahrungen, Werte und Glaubenssätze sind subjektiv und durch die VAKOG-Kanäle kodiert. Auch ein Grund, warum du manche vergangene Erlebnisse als positiv und andere als negativ interpretierst, liegt an diesem VAKOG-Code.

Jeder Mensch speichert Erfahrungen unterschiedlich ab. Meist lässt sich dabei ein Hauptrepräsentationssystem ausmachen. Dies merkt man daran, wie Erinnerungen und Erfahrungen beschrieben werden, beziehungsweise generell an der alltäglichen Sprache des Gegenübers.

Wir können das an einem ganz einfachen Beispiel testen:

  • Denke mal an deinen letzten Urlaub oder ein sonstiges positives Ereignis.
  • Was kannst du vor deinem inneren Auge erkennen? Sind es Bilder, ein Film, welche Farben siehst du?
  • Gibt es irgendwelche Geräusche?
  • Wo in deinem Körper entsteht dieses Gefühl, das diese Situation am besten beschreibt?
  • Mache dasselbe nun mit einem nicht so positiven Erlebnis und achte auf die Unterschiede.

Mithilfe unserer Repräsentationssysteme können wir also vergangene Momente mental wieder erleben. Dies wird auch schon lange von Sportlern genutzt, um ihre Technik mithilfe von Visualisierungstechniken zu verbessern.

Unsere Gedanken bewirken sogar physiologische Vorgänge. Stell dir vor, du beißt in eine saure, gelbe, saftige Zitrone. Merkst du, wie dein Speichelfluss angeregt wird, sich vielleicht sogar dein Gesicht bei der Vorstellung an die Säure leicht verzieht?

So lässt sich unser Körper allein durch unsere Erinnerungen und Gedanken beeinflussen.

Etwas präziser kann man das oben beschriebene Phänomen anhand der Submodalitäten erklären.

 

Die Submodalitäten

Die Submodalitäten stellen Unterformen der Repräsentationssysteme (unsere Sinne) dar. Sie sind vergleichbar mit den Verzweigungen eines Baumes in kleinere Einheiten. Das Gesamtbild der Baumkrone entsteht durch die Zusammensetzung der vielen kleinen und verzweigten Äste. So kann eine Veränderung dieser Einheiten das Gesamtaussehen erheblich beeinflussen.

Die Gründerväter des NLP haben durch Beobachtung festgestellt, dass sich unsere Erinnerungen und Gedanken in gewisse Submodalitäten „kodieren“ lassen.

Dabei gewannen sie die Erkenntnis, dass als positiv empfundene Erinnerungen ein anderes Muster an Submodalitäten ausweisen als negative Erinnerungen.

Die „Beschaffenheit“ der Eindrücke ist also ausschlaggebender für die emotionale Bewertung als der Inhalt.

Dazu ein Beispiel: Wenn du dich an dein letztes Streitgespräch mit einer anderen Person erinnerst, wirst du möglicherweise ein angespanntes Gefühl empfinden. Wenn du nun die Stimme der anderen Person in deinen Gedanken schneller und höher werden lässt (quasi eine Mickymaus-artige Stimme), wird es dir wahrscheinlich schon wesentlich schwerer fallen, diese Situation mit derselben unangenehmen Anspannung zu bewerten als zuvor.

Positive Erinnerungen und Vorstellungen weisen also andere Submodalitäten auf als solche mit weniger positivem Inhalt. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, unangenehme Eindrücke und Erinnerungen neu zu kodieren.

Daher ist die Submodalitätenarbeit im Rahmen der persönlichen Weiterentwicklung eine Grundlage für die meisten gängigen Format und Modelle.

Anhand folgender Liste werden die unterschiedlichen sinnesspezifischen Submodalitäten klar:

Visuell: Bild/Film, farbig/schwarz-weiß, Helligkeit, Kontrast, Bildschärfe, Größe, Entfernung, Rahmen, assoziiert/dissoziiert

Auditiv: Position, Tonlage, Lautstärke, Melodie, Geschwindigkeit, Rhythmus

Kinästhetisch: Position, Intensität, Größe, Farbe des Gefühls, Bewegung, Richtung

Mithilfe dieser Liste können die Eindrücke der Erinnerungen und Vorstellungen abgefragt werden.

Tipp: Du kannst die Submodalitäten auch nutzen, um packende Geschichten zu erzählen. Hörst du dir gute Rhetoriker an oder schaust in dein Lieblingsbuch, dann wirst du feststellen, dass die Texte mit Submodalitäten gespickt sind.

Sie ermöglichen es, dass sich Leser und Hörer noch tiefer in die Geschichte ziehen lassen und sehr starke interne Repräsentationen entstehen. Das erzeugt Emotionen und verleiht der Geschichte das gewisse Etwas.

Teilnehmerstimmen

Anhand der Praxisbeispiele konnten wir die Theorie gut anwenden. Ihr habt die Inhalte einfach und verständlich kommuniziert. Inhalt und Zeit waren perfekt abgestimmt und konnten gut aufgenommen werden. Ich freu mich die Möglichkeit zu haben von euch zu lernen und vor allem schon auf das nächste Seminar mit euch.

- Franz-Josef, S.

Referenzen

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