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NLP im Alltag: Wie dich Anker in allen Lebensbereichen unterstützen

Unterstützung durch NLP

Stell dir vor, du hast einen stressigen Tag im Büro. Die Uhr tickt, deine To-do-Liste scheint endlos und der Druck steigt. 

Plötzlich berührst du den kleinen Stein in deiner Tasche – dein persönlicher Anker. Du atmest tief durch, spürst, wie die Anspannung nachlässt, und erinnerst dich: Du hast schon schwierigere Situationen gemeistert.

Dieser Moment des Innehaltens, ermöglicht durch einen einfachen, physischen Gegenstand, ist ein kraftvolles Werkzeug aus dem Neurolinguistischen Programmieren. NLP nutzt solche Anker, um positive Zustände zu aktivieren und unser Verhalten in wünschenswerter Weise zu beeinflussen.

Aber wie genau funktioniert das?

Anker sind psychologische Hilfsmittel, die auf dem Prinzip der Assoziation basieren, uns also direkt an ein bestimmtes Gefühl oder einen Gedanken erinnern. Sie verbinden Dinge, die wir mit unseren Sinnen wahrnehmen, direkt mit unseren Gefühlen oder Gedanken.

Eine detailliertere Übersicht dazu, was Anker sind und wie du mittels NLP einen Anker setzt, erfährst du in diesem Beitrag.

Arten von Ankern

Anker können in vielfältigen Formen auftreten, von visuellen Ankerpunkten wie einem Bild an der Wand oder einer bestimmten Farbe, die du mit glücklichen Zeiten in deinem Leben verbindest, bis hin zu auditiven Ankern wie einem besonderen Lied oder einer markanten Phrase.

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Auch kinästhetische Anker, wie das Gefühl eines angenehmen Stoffes, gezielte Berührungen oder das Streicheln eines weichen Tierfells, können unmittelbar unser Wohlbefinden beeinflussen.

Olfaktorische und gustatorische Anker nutzen Düfte und Geschmäcker und sind besonders wirksam, da sie eine direkte Verbindung zum limbischen System unseres Gehirns haben, dem Zentrum für Emotionen und Erinnerungen.

Aber Anker müssen nicht immer sensorisch sein; auch abstraktere Formen wie Tattoos als visuelle Erinnerungen, Glaubenssätze und Affirmationen als verbale Anker oder die Positionierung im Raum als Bodenanker können kraftvolle Werkzeuge sein, um unsere psychologischen Zustände zu beeinflussen.

Aber wie genau kannst du diese Technik in deinem eigenen Leben einsetzen, um deine Ziele zu erreichen und dein Wohlbefinden zu steigern?

Jetzt soll es wirklich um die Praxis gehen. Ich werde dir zeigen, wie dich gezielte Anker in verschiedenen Lebensbereichen unterstützen – von der Arbeit über die Entspannung bis hin zu deiner persönlichen Entwicklung. 

Danach wirst du praktische Beispiele und einfache Strategien kennen, die dir helfen, deine eigenen Anker zu setzen und sie zu nutzen, um deinen Alltag positiv zu beeinflussen.

Anker im Berufsleben

Das Berufsleben ist oft voller Herausforderungen. Deadlines, Meetings und Projekte können uns schnell überfordern. Hier kommen Anker ins Spiel, um dir zu helfen, auch in stressigen Zeiten fokussiert und gelassen zu bleiben.

Erstelle deinen Erfolgsanker: Denk an einen Moment in deiner Karriere, in dem du besonders erfolgreich warst.

Vielleicht war es die Präsentation eines wichtigen Projekts oder ein erfolgreiches Kundengespräch. Verbinde dieses Gefühl des Erfolgs mit einem physischen Gegenstand. Das kann ein Schmuckstück, ein Stein oder sogar ein Stift sein.

Nimm den Gegenstand in die Hand und lade ihn sozusagen mit den Emotionen aus diesem Erlebnis auf, indem du es dir noch einmal so detailliert wie möglich vorstellst. Am besten funktioniert es, wenn du auch Farben, Gerüche und Geräusche miteinbeziehst.

Trage diesen Gegenstand bei dir und jedes Mal, wenn du ihn berührst oder siehst, erinnerst du dich jetzt an dieses Erfolgserlebnis. Dieser Anker wird dich an deine Fähigkeiten und Erfolge erinnern und dein Selbstvertrauen stärken.

Ein Tipp aus unserem Office: Eine Mitarbeiterin hat sich auf ihrem Computer zu jeder vollen Stunde einen Gong eingerichtet. Der Gong erinnert sie daran, 3 achtsame, tiefe Atemzüge zu nehmen. Der Gong ist sozusagen ihr Anker für etwas Entspannung zwischendurch.

Anker für Entspannung und Wohlbefinden

Nach einem langen Arbeitstag oder in stressigen Lebensphasen ist es wichtig, Wege zur Entspannung und zum Wohlbefinden zu finden. Auch dabei können dir Anker eine große Hilfe sein.

Nutze Aromatherapie als Entspannungsanker: Düfte haben eine direkte Verbindung zu unseren Emotionen und Erinnerungen. Berühmtheiten wie Gwyneth Paltrow nutzen Aromatherapie, um Stress abzubauen und sich zu entspannen. 

Wähle einen Duft, der für dich beruhigend wirkt – sei es Lavendel, Jasmin oder ein anderer Lieblingsduft. Platziere eine Duftkerze in deinem Wohnraum oder tröpfle nach dem Heimkommen ein ätherisches Öl in einen Diffuser. Sobald du den Duft wahrnimmst, erlaube dir, einen Moment zu entspannen und durchzuatmen.

Duftöle gibt es auch als Roll-on. Im Büro beobachte ich manchmal, wie Mitarbeiterinnen sich ein Öl auf die Handgelenke tröpfeln oder sich die Schläfen damit einschmieren. Der Duft ist direkt mit Entspannung verbunden. 

Diese Methode kann z.B. auch vor großen Prüfungen oder aufregenden Situationen wirkungsvoll sein.

Auch ein Lieblingsbuch oder -film können als Trostanker fungieren. Wenn du die sanften Stimmen deiner Lieblingscharaktere gewohnt  bist oder die Geschichte dir vertraut ist, kann das sofortige Entspannung hervorrufen.

J.K. Rowling, die Schöpferin von Harry Potter, hat darüber gesprochen, wie das Lesen ihr in schwierigen Zeiten geholfen hat. Finde ein Buch, das dir besonders am Herzen liegt, und nimm dir Zeit, darin zu lesen, wann immer du Trost oder eine Auszeit brauchst. Dieses Buch wird zu deinem persönlichen Anker der Ruhe.

Anker in Sport und körperlicher Aktivität

Im Sport oder körperlicher Aktivität können Anker dich noch mehr vorantreiben und wie persönliche Cheerleader wirken. 

Musik als Antriebsanker: Musik hat eine unglaubliche Kraft, unsere Stimmung zu beeinflussen und uns anzutreiben. In der Dokumentation “The Last Dance” über den Basketballspieler Michael Jordan wird gezeigt, wie er Musik nutzte, um sich auf Spiele vorzubereiten. 

Erstelle eine Playlist mit deinen Lieblingssongs, die dich motivieren und beim Training antreiben. Diese Musik wird zu deinem persönlichen Anker, der dir hilft, Energie und Freude an der Bewegung zu finden – oder dich noch ein Stückchen weiter zu pushen.

Auch im Sport ist es natürlich sehr hilfreich, deine sportlichen Ziele und Erfolge zu visualisieren. Stell dir vor, wie du einen Lauf abschließt, ein Gewicht stemmst oder ein anspruchsvolles Workout meisterst. Dieses innere Bild kann als starker Anker dienen, um deine Motivation zu steigern und dich auf deine Ziele zu fokussieren.

Anker in sozialen Beziehungen und Kommunikation

Kennst du den Film “The King’s Speech”? 

Er ist Oscar-prämiert und zeigt, wie der britische König König Georg VI. mit Hilfe eines einfühlsamen Therapeuten sein Stottern überwindet.

Im Film nutzt der König die Kraft der Visualisierung, um Sprechängste zu überwinden und erfolgreich zu kommunizieren. Diese Technik kannst du auch in deinem Leben anwenden. Visualisiere vor einem Meeting oder einem schwierigen Gespräch, wie du ruhig und überzeugend sprichst

Dieser visuelle Anker kann dir helfen, Ängste zu reduzieren und Selbstvertrauen aufzubauen.

Falls du dich oft unsicher fühlst mit anderen Menschen, können dir Affirmationen helfen. Das sind kurze Sätze, die dich an deine Fähigkeiten erinnern. Dabei ist es wichtig, nicht irgendwelche Sätze aufzuschreiben.

Nimm kurze Phrasen, von denen du zwar noch nicht überzeugt bist, dir aber vorstellen kannst, dass sie wahr sind. Der letzte Teil ist wirklich wichtig.

Wenn dir “Ich bin sicher im Umgang mit anderen” noch zu weit weg erscheint, dann versuche es mit “Jeden Tag fühle ich mich etwas wohler im Umgang mit anderen” oder “Ich erlaube mir, beim Umgang mit anderen immer sicherer zu werden.”

Wenn du dir diese Phrase nun irgendwo in deiner Wohnung aufhängst, wo du sie gut sehen kannst und öfter draufschaust, dann sei gespannt, was sie bei dir bewirkt! Gib dem Anker aber Zeit, zu wirken – beispielsweise 3 Monate.

Vielleicht kommst du nach dieser Zeit drauf, dass du jetzt eine stärkere Affirmation aufschreiben kannst. 😉

Mögliche Anker für dich

Du siehst also: All das sind eigentlich kleine Rituale, die du in deinen Alltag einbauen kannst und die dich sofort an ein bestimmtes Gefühl erinnern. Rituale können also auch ein Anker sein.

Zum Abschluss möchte ich dir noch eine Liste geben, die dich inspirieren kann und dir zeigt, was noch alles ein Anker für unterstützende Gefühle sein kann: 

  • Vision Board: Erinnert dich immer wieder an deine Träume und Ziele und daran, wie gut sie sich anfühlen.
  • Fotografie: Ein Foto von einem geliebten Menschen, einem besonderen Ort oder einem glücklichen Moment.
  • Kleidungsstück: Ein Lieblingskleidungsstück, das Komfort und Sicherheit vermittelt.
  • Glücksbringer: Ein Objekt, das als Glücksbringer oder Symbol für Erfolg dient.
  • Farbe: Eine bestimmte Farbe, die eine spezielle Bedeutung hat oder gute Laune macht.
  • Sportgerät oder -ausrüstung: Ein Gegenstand, der mit sportlichen Erfolgen oder dem Gefühl der Leistung verbunden ist.
  • Spezielles Essen oder Geschmack: Ein Lieblingsessen, das nostalgische oder glückliche Gefühle weckt.
  • Pflanze oder Blume: Eine Pflanze, die Ruhe, Wachstum oder Natürlichkeit symbolisiert.
  • Stein oder Kristall: Ein natürlicher Stein oder Kristall, der als Erdungs- oder Kraftsymbol dient.
  • Kuscheltier oder Plüschtier: Ein Gegenstand aus der Kindheit, der Trost und Sicherheitsgefühle bietet.
  • Tattoo: Ein Tattoo mit persönlicher Bedeutung oder Erinnerung.
  • Geschenk von einer geliebten Person: Ein Gegenstand, der als Symbol für Liebe und Verbindung steht.
  • Kerze: Eine Kerze, die Ruhe und Besinnlichkeit symbolisiert.
  • Kunstwerk: Ein Bild oder Skulptur, die inspiriert oder an wichtige Lebensphilosophien erinnert.
  • Musikinstrument: Ein Instrument, das mit der Freude am Spielen oder kreativen Ausdruck verbunden ist.
  • Notiz oder Brief: Ein handgeschriebener Brief oder eine Notiz, die positive Gefühle oder Ermutigung vermittelt.

Wenn du noch nicht genug hast von Ankern oder allgemein Techniken lernen möchtest, deine Stimmung effektiv und unterstützend zu beeinflussen, dann schaue dir doch einmal die Ausbildung zum Zert. NLP Practitioner an.

Dort beschäftigen wir uns damit, wie vor allem Sprache deine Gedanken formt und, wie du so schneller deine Ziele erreichst und innere Blockaden am Weg dahin mit Leichtigkeit auflöst.

Wir sehen uns bei einem unverbindlichen Beratungsgespräch 🙂

Alles Liebe,

Mario

myNLP Team

Die Redaktion von myNLP besteht ausschließlich aus NLP LehrtrainerInnen, ausgebildet von Dr. John Grinder (ITANLP), die wertvolle Inhalte auf dem Blog von myNLP veröffentlichen. Zu den Redakteuren zählen auch die beiden Gründer von myNLP, Mario Grabner und Patrik Shnawa.
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