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NLP im Alltag: Die Kunst des Reframings

Kennst du das Gefühl, wenn dich eine Situation plötzlich trifft und du unerwartet sauer wirst?

Oder in einem festgefahrenen Thema steckst, das dich überwältigt und du einfach keinen Ausweg mehr siehst?

Ja, manchmal scheint es, als hätten wir keine Kontrolle über die Umstände und würden uns in einem endlosen Strudel der Belastungen verfangen. 

Wir alle haben diese wunden Punkte, die uns immer wieder zurückhalten. Sei es die Angst vor dem Scheitern, das Gefühl der Unzulänglichkeit oder die Last vergangener Fehler. Diese emotionalen und mentalen Blockaden beeinflussen uns in unserem täglichen Leben und hindern uns daran, unser volles Potenzial auszuschöpfen.

Doch was wäre, wenn ich dir sage, dass du dich nicht deinem Schicksal hingeben musst, sondern mit einem ganz einfachen Tool aus der Negativ-Spirale und somit der Opfer-Haltung ausbrechen kannst?

Hier geht es nicht darum, dein gesamtes Leben umzukrempeln. Es geht um die kleinen Dinge, die unseren Alltag beeinflussen.

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Es geht darum, den Blickwinkel auf den Moment zu ändern und zu erkennen, dass du die Macht hast, deine Reaktionen und Gedanken zu kontrollieren, selbst wenn du die äußeren Umstände nicht ändern kannst.

Das Geheimnis liegt im Reframing – einer kreativen Kunst, die es dir ermöglicht, deine Sichtweise zu verändern und einen neuen Blickwinkel auf deine momentanen Herausforderungen zu werfen.

Reframing gibt deiner Situation einen neuen Rahmen – und zwar einen, der dir nicht von außen aufgedrückt wird, sondern den ganz alleine du selbst bestimmst.

Diesen Artikel möchte ich deswegen mit dir teilen, weil mir in letzter Zeit aufgefallen ist, wie erfolgreich unser Office Team mit Reframing ist. Immer wieder höre ich, wie scheinbar negative Situationen in Chancen umgewandelt werden.

Und das beeindruckt mich.

Denn ich glaube, dass Reframing eine sehr wichtige Zutat für erfolgreiche Menschen ist. Sie lassen sich von Steinen im Weg nicht lange aufhalten, sondern begeben sich aktiv auf die Suche nach Brücken oder neuen Wegen. 

Vielleicht kennst du ja die eine oder andere Situation und wirst so auch für deinen eigenen Alltag inspiriert.

Warum ist heute ein schöner Tag?

Wenn du schon einmal eine Ausbildung bei mir gemacht hast, dann wirst du jetzt wahrscheinlich ausrufen: “Weil heute heute ist!” 😉 

Ich liebe diese Frage.

Sie ist mein persönlich stärkstes Reframing aus dem Alltag.

Denn: Die Fragen, die man sich stellt, sind die Antworten, die man bekommt! 

Wenn dein Fokus darauf liegt, was dich heute schon wieder erwartet und dir Energie rauben könnte, dann wirst du logischerweise viel energieloser durch deinen Tag gehen. 

Weil du ja nur darauf “wartest”, was dir Energie raubt. 

Wahrscheinlich übersiehst du dann aber die kleinen Dinge im Alltag, die dir Energie geben. 

Mit der Frage oben beginne ich all meine Seminare.

Paul verwendet beispielsweise die Frage “Was hat deine Woche heute schon besonders schön gemacht?”

Du kannst dir gerne einen Moment Zeit nehmen und beide Fragen für dich beantworten. 

Und du wirst sehen, dass diese Fragen etwas ganz Besonderes an sich haben: Sie machen dich glücklich und geben dir Energie. Weil du automatisch in schönen Erinnerungen schwelgst und dankbar bist für das, was in deinem Leben ist. 

Und genau das ist der Key: Diese Fragen machen dich zufrieden und lenken deinen Fokus darauf, was du schon alles hast und nicht darauf, was dir fehlt oder was du vielleicht verpassen könntest.

WIDEG: Wofür ist das eine Gelegenheit?

Das ist eine andere sehr wertvolle Frage, die Charlotte aus unserem Marketing-Team gerne in ihren Alltag einbaut.  

WIDEG ist ein Tool aus dem Mentalcoach, das nicht nur dich, sondern auch deine Klient:innen schnell in einen anderen mentalen, aber auch emotionalen State bringen kann.

Charlotte hat diese Frage kürzlich in ihrem Urlaub eingesetzt: Im Urlaub hat sie erkannt, dass die Reise-Vorstellungen von ihr und ihren Mitreisenden relativ unterschiedlich sind. 

Natürlich hat sie sich gefragt: Wofür ist das eine Gelegenheit?

Und die Antwort kam schnell: In diesem Urlaub hat sie neue Ziele entdeckt, an die sie so vielleicht niemals gedacht hätte. Sie hatte plötzlich auch mehr Zeit für sich und zum Entspannen, weil ihre Mitreisenden schnell müde wurden. 

So konnte sie ihren Urlaub zwar nicht wie erwartet, sondern einfach anders genießen.

Zu Reframing hat sie so treffend gesagt: “Reframing bedeutet für mich Kreativität. Man kann seiner Fantasie freien Lauf lassen und es ist die schönste Möglichkeit, ganz frei zu interpretieren.”

Für dich bedeutet das, dass Reframing dir die Macht gibt, dein Leben in den Farben auszumalen, die du darin haben möchtest.

Unterstützende Sprichwörter für dich nutzen

“Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.”

Das ist ein Zitat von Hermann Hesse, das Valeria aus unserem Customer Happiness Support-Team oft begleitet.

Bei Dingen, die plötzlich zu Ende gehen oder bei denen man sich wünscht, sie wären vielleicht noch länger Teil des eigenen Lebens gewesen, hält sie nicht verzweifelt am Ende fest und zieht sich somit über Wochen selbst runter.

Stattdessen stellt sie sich die Frage: “Wofür ist das ein neuer Anfang?” Denn man kann jedes Ende auch als einen Anfang oder Anstoß für etwas Neues sehen. 

Wenn Jessy im Alltag etwas zustößt, was sie automatisch als schlecht oder negativ bewerten würde, dann sagt sie sich folgenden Satz: Nie ma tego złego, co by na dobre nie wyszło.

Jessy, auch aus dem Customer Happiness Support-Team, hat polnische Wurzeln. Vielleicht kennst du das auch – manchmal fühlt sich eine Formulierung in einer anderen Sprache einfach stimmiger an. 

Übersetzt bedeutet der Satz so etwas wie: “Es gibt nichts Schlechtes, was sich nicht irgendwann zum Guten wenden wird.” Der Satz ist auch im Englischen bekannt:  

“Everything happens for a reason.”

Selbst, wenn du nicht an einen tieferen Sinn glaubst, kann es helfen, eine Erklärung für schwierige Situationen zu finden. Das nimmt dir das Gefühl von Machtlosigkeit der Situation gegenüber und erleichtert es dir, diese anzunehmen.

Denn es geht weniger darum, ob es wirklich einen Sinn hinter allem gibt, sondern mehr darum, dass du mit der Situation besser zurechtkommst. Und wenn dir ein Sinn dabei hilft, dann (Achtung, Reframing 😉 richte deinen Fokus doch darauf, was er dir Gutes tun kann.

Persönliche Herausforderungen annehmen

Kevin, unser Office Manager, nutzt eine besondere Art des Reframings: Wenn er von einer negativen Situation besonders frustriert ist, malt er sich gedanklich aus, wie viel schlimmer die Situation noch sein könnte, das Worst-Case-Szenario also.

Das hilft ihm dabei, das große Ganze zu sehen und nicht so sehr ins Drama zu fallen. Dann erkennt er, dass er sich eigentlich gerade in einem vergleichsweise guten State befindet. 

Du kannst dich für diese Methode auch an Situationen aus deiner Vergangenheit erinnern, in denen es dir vielleicht schlechter gegangen ist als jetzt. Auch diese Situationen hast du irgendwie bewältigt, sonst wärst du jetzt nicht hier. 

Jasmin aus unserem Marketing-Team nutzt dafür gerne die 3-Monats-Regel: Wenn du ein neues Problem entdeckst, das gerade sehr groß erscheint, erinnere dich daran, wie dein Leben vor 3 Monaten ausgesehen hat:

In welchem Mindset warst du damals? Welche Probleme hast du damals gelöst? Waren die Erkenntnisse daraus nicht irgendwie die Basis für die Probleme, denen du jetzt gegenübersteht?

Wenn Tanja, ebenfalls aus dem Marketing-Team, krank ist, ist ihr erster Impuls, sich zu ärgern, weil sie dadurch ihre vorgenommenen Erledigungen nicht schafft. Doch sie entscheidet sich aktiv dafür, die positiven Seiten des unerwarteten Stillstandes zu sehen: 

Tanja konzentriert sich darauf, dass ihr Körper gerade überlastet ist und Ruhe braucht. Sie nutzt die gewonnene Zeit, die sie sich sonst nicht nehmen würde, zum Lesen oder Ausschlafen.

Auch Jasmin, die sich schnell über unnötige Wartezeiten oder verspätete Züge aufregen kann, hat diese Zeit als Me-Time neu entdeckt. “Plötzlich habe ich in meinem straffen Zeitplan ein Loch, die Zeit mit mir zu genießen, einen Podcast zu hören oder meine Gedanken einfach schweifen zu lassen.”

Reframing im Familien- und Beziehungsalltag

Wenn Philipp, unser COO, ein Kind sagen hört: “Ich kann das nicht!” oder “Das geht nicht!”, dann nutzt er die Chance und weist es darauf hin: “Du kannst das NOCH nicht!”, “Es geht NOCH nicht!”

Sehr oft, wenn wir uns mit neuen Aufgabengebieten konfrontiert sehen, kommen auch uns Erwachsenen solche Gedanken. Dabei vergessen wir oft: Jede:r hat einmal irgendwo angefangen.

Es ist wichtig, sich in einer solchen Situation nicht mit anderen zu vergleichen, sondern seinen Fokus auf sich selbst zu lenken – Noch vor einer Woche habe ich das noch gar nicht können, heute weiß ich zumindest, wie es geht. In zwei Wochen kann ich es vielleicht schon gut.

Bei Corinna, unserer Online-Seminar-Managerin, ist kürzlich ein Ausflug mit ihrer Tochter ins Wasser gefallen, weil ihre Tochter krank wurde. 

Während Corinna die veränderte Situation anfangs schade fand, weil sie ihrer Tochter Unterhaltung bieten wollte, hatte ihre Tochter einen ganz anderen Blickwinkel auf die Situation.

Am Abend vor dem Schlafengehen meinte sie: “Mama, heute war ein schöner Tag, nur du und ich!”

Da hat wohl die Tochter einen neuen Rahmen für die Situation aufgespannt. 😉

Corinna konnte sich für die Zukunft die Gewissheit mitnehmen, dass es für Kinder Wichtigeres gibt als einen perfekt geplanten Tag. Sie genießen auch gerne einmal ungeteilte Aufmerksamkeit, nur zu zweit.

Die Chancen in Konfliktsituationen sehen 

Chiara aus dem Customer Happiness Support erinnert sich in ihrer Beziehung oft an die Frage: “Was, wenn Konflikte Menschen nicht entzweien, sondern näher zusammenbringen?”

Sie meint damit die emotionale Nähe und Ehrlichkeit, die geschaffen wird, wenn man seinen Konflikt konstruktiv löst und endlich zur Sprache bringt, was einen vielleicht schon länger gewurmt hat.

Auch Paul, unser Trainer der Mediationsausbildung, nutzt Reframing in Konflikten. Wenn er selbst in einem Konflikt ist, versucht er, die Kriterienhierarchie der anderen Person zu verstehen. 

Was meine ich damit?

Paul versucht im Gespräch, das Problem aus der Sicht der anderen Person zu sehen und zu verstehen, warum es zum Konflikt gekommen ist – vermutlich, weil die andere Person in dieser Situation andere Prioritäten hat und ihr somit andere Punkte wichtig sind.

So können beide ihre Prioritäten teilen und gemeinsam zu einer Lösung kommen, ohne dass jemand den Kürzeren zieht.

Spann deinen Rahmen selbst!

Ich möchte dich am Schluss daran erinnern, dass du selbst dafür verantwortlich bist, wie du deinen Rahmen spannst. 

Wenn in der Früh jemand zu dir sagt: “Du schaust heute wieder müde aus!”, dann kannst du dich folgendes fragen: Mag ich diesen Frame, den ich gerade von außen bekommen habe? Wie reagiere ich darauf?

Du kannst dich beispielsweise entscheiden, zu antworten: “Woran merkst du das? Ich fühle mich heute frisch und ausgeruht!”

So spannst du dir deinen eigenen Frame. Und das kannst du auch mit Alltagssituationen machen, die auf dich einprasseln.

Auch im Coaching kannst du deine:n Klient:in darauf hinweisen, dass ihr Rahmen gerade nicht förderlich oder konstruktiv ist. 

Du kannst sie daraufhin anleiten, einen neuen Rahmen zu finden, der vielleicht besser passt. 

Wenn du jetzt lernen möchtest, wie du Reframing nicht nur in deinem Alltag, sondern auch erfolgreich im Coaching anwenden kannst, dann komm in die Ausbildung zum Zert. NLP Practitioner oder zum Zert. NLP Coaching Practitioner.

Dort lernst du nicht nur, neue Rahmen aufzuspannen, sondern auch Glaubenssätze erfolgreich aufzulösen oder Ziele so zu stecken, dass du sie auch wirklich erreichst. 

Ich freue mich auf dich!

Alles Liebe,

Mario

myNLP Team

Die Redaktion von myNLP besteht ausschließlich aus NLP LehrtrainerInnen, ausgebildet von Dr. John Grinder (ITANLP), die wertvolle Inhalte auf dem Blog von myNLP veröffentlichen. Zu den Redakteuren zählen auch die beiden Gründer von myNLP, Mario Grabner und Patrik Shnawa.
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